in andern den Spuren Richard Sinisonß u. a.nachging, und überhaupt fremde Winke sthr nutzte;geleistet hat er indes, was sonst kaum zehn leisten,und er verdiente cs nickt, als akademischer Lehrersich selbst zu überleben. Auch einigen poetischen Ge-schmack brachte er in die Ansicht de'r Bücher, die erübersetzte und auslegtc, obwohl ungebildet. Ec hatviele, auch undankbare Schüler gezogen, deren Kennt-nisse und Ruhm eigentlich doch ihm gehörten. DerUniversität Göttingen gab er in seinen besten JahrenGlan; und Zierde; die gesundere Kritik biblischer^Schriften ist durch ihn sehr verbreitet.
I. A. Ernesti, ein Mann, der in Mosel-lans, Erasmus, Grotius Geist schrieb undlehrte, viele Schüler bildete, und in W. A. Tel-lers, Morus, Titman ns, Schien ßnersu. a. Schriften und Schüler fortlcbet. Die Wör-terbücher des ersten und letzten dieser genannten ent-halten Ernestische Kritik mit freverer Ansicht, so wiedieser Schule auch die reinere lateinische Sprache inDeutschland ihre Erhaltung (keinem andern Philolo-gen anzüglich) fast verdanket.
Was Ernesti, obwohl in gemessenen Schran-ken grammatisch that, bewirkte I. S. Semmlerdurch Darhaltung der Kirchengeschichte mit weitfreyerem Geist; ein Mann, der zu bescheiden vonsich dachte, und aus schwacher Redlichkeit zuletztkaum selbst wußte, was er wollte. In seinen schwerzu lesenden Schriften liegen noch viel ungenutzteGvldkörner.
I. G. Eichhorn; gicbt cs unter unfern jetztlebenden Philologen einen Mann von stillerem Wer-