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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Leben die Stammvater dieses Volks nicht noch inden Semiten? Hiob als arabischer Emir? die Kö-nige von Juda und Israel noch in manchem moc-gcnlandischcn Befehlshaber? Man verglich, undfand eine Einförmigkeit der Denk - und Lebensweise,des Ausdrucks selbst, bey allen sogenannt-Semiti-schen Völkern, zum Erstaunen. Die Schriften deralten Ebraer und ihre Traditionen erläuterten sichdadurch von selbst; sie traten aus einer mystisch rab-binischen Dämmerung ins Licht einer gemeinen Völ-keransicht.

Man schritt weiter. Die alten Aegypter hattensymbolische Anstalten gehabt, die man Got-tesdienst nannte; in einem Orden, einer Priester-klaffe waren diese befestigt. Sie sprachen durch Ge-stalten, Figuren, Buchstaben, Gebrauche, Thiere,gar durch heilige Gebäude. Die politische Verfas-sung der Ebraer stammte aus Aegypten; manche Ge-brauche waren einander ähnlich; andre einander ent-gegengesetzt feindlich; sollte sich dazu die Ursache nichtfinden lassen ? sollte nicht der Genius Eines Volksdie Anstalten des andern erläutern? Man fand,man übertrieb Manches; die Forschung in den Al-terlhümern beyder Völker weckte sich durch ein-ander.

Endlich die Kultur der noch lebenden, noch blü-henden arabischen Sprache selbst. Jahrtausende langwar die Ebraische ausgcstorben; nur aus der Kind-heit des Volks hakte sie sich in Schriften erhalten,indeß die Arabische in Studien mancher Art fortge-schritten war, und auf Europa selbst viel gewirkthatte. ,,An einer lebendigen Schwestersprache, saM