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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Nachlese

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Geschlecht in einer Häßlichkeit von Entschlüssen oderErinnerungen nicht sehen, die uns alles Mitgefühlraubet. Brachte man uns nun Giftmischerinnen,Rachsüchtig-Tolle, Entehrte u. f. vor Augen, diesedazu mit einer eckeln Nachschmeckerey gepflogenerWollüste, und sagte mit freyer Stirn:das sindgriechische Weiber!" Ohn' alle Schonung, derenEuripides selbst sich nicht entbrechen konnte, stellteer einen Sohn der Mutter gegenüber, die ihm Giftsandte, und die jetzt sein Bogen treffen füll; keinGrieche würde dergleichen Auftritte dulden. Ueber-haupt kann ein Ungeschmack, der, statt sie zu reini-gen , Grundsätze und Gefühl verdirbt, mit welchemNamen man ihn auch falsch - ehrend belege, Key ehr-baren Menschen beydcrley Geschlechts nichts bewir-ken, als den alten Mönchsausspruch:Ist dasGriechisch? So wirds nicht gelesen!" *) Bewirkees ihn bald bey diesem neuen, unwissend - und frech-taumelnden Gräcismus!

Aus Leidenschaften wird die Tugend gebohken,sagt Arc h y ta s ; wiederum bestehet sie auch mitihnen, wie eine wohlklingende Modulation aus schar-fen und tiefen Tönen, wie ein gesundes Tempera-ment aus Hitze und Kälte, wie das Gleichgewichtaus dem Schweren und Leichten. Man muß alsonicht Leidenschaften aus der Seele ausrokten wollen! /dies wäre auch nicht nützlich; harmonisch zuordnen /muß man sie dem Verhältaiß Dessen, waS sich/gebührt, dem MiltelMase."

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