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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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zur Ad raste«.

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Brächte man uns nun das alte rohe Schicksal,die Menschenopfer, den Ecinnycn , die Mutter - undSohnsmorde unverständig wieder; Atreus kochte seinblutiges Gericht, Kalchas, Klytemnestra, Orest u. f.verübten die gräuelhastesten Morde; oder man lobtegar das Tyrannenleben: wie herrlich es doch sey,willkührlich gebieten zu können; reich zu seyn, präch-tig zu schmausen; vorschmeckend, schmeichelnd lüsteteman nach diesen Mahlen und priese diese Tyranncn-schmeicheley an. Gefällig führte man einen königli-chen Vater auf, der seinem gesunden Sohn, einemreinen heiligen Ion, sogleich den Königsrath gäbe:Junge, jetzt bist du ein Prinz, verzeihen mußt Dunicht mehr, sondern rächen, verfolgen, schmause»u. f." und dies alles nicht den verderbten Stand zucharakterisiren, sondern in dumpfer Einfalt; wahr-lich , eine treffliche Reinigung der Gesinnungen undLeidenschaften, dem Zweck der griechischen Bühnegerade zuwider, eben so niedrig als verderblich.

ö. Die griechischen Sitten sind nicht die unsre,zumal im Verhältnis der Geschlechter gegen einander.Sophokles brachte nach seiner bekannten Antwortüber Eucipides *) Weiber aufs Theater, wie sie seynsollten, Euripides, wie sie waren. Seyn aber odernicht seyn; Weiber in einem gewissen Grad vonVersunkenheit, mit solchen und solchen Flecken bedeckt,solche und solche Gräuel verübend, wollen wir nichtauf dem tragischen Theater; wir wollen das schwache

Herders W. LU. u.Kunst. X.H. F f

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