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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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blühete sie, bearbeitend in Attischem Geschmack amliebsten Attische Fabeln, die sie, wie alles Fremde,auf die Herrlichkeit Athens zurückführte. Wie hochsteht in ihnen PallaS Athene! der Aceopag, AthensVerfassung, Ruhm, Macht u. f. Würde EuripidcSeine Fabel wie Ion gewählt haben, wenn er nichtdamit einen Flecken ihrer alten Geschichte, daß Fremdeüber Athen geherrscht, mit dem glänzendsten Lichthätte überstrahlen, und die Abkunft aller gebildetenColvnien der Welt, der Ionier, Dorier, Achäer u. f.aus Athen in dies glänzende Licht hätte stellen wol-len? Dazu erscheint, dazu spricht seine Pallas Athene.

Gäbe uns nun jemand einen Jon, wo der Fa-bel diese ganze Volkes-, Stadt- und Gebielsherrlich-keit entnommen, in ihr mißkannt wäre, an derenStatt aber eine unzüchtig-gehässige Tcmpel-Betrugs-geschichte widerlich nackt dastünde; welch ein unat-tischcs Schauspiel!

4. Die tragische Bühne der Griechen nahm ihreFabeln aus vorhergegangenen harten undrohen Helden- und Königszeiten, mit stil-ler Freude der Zuschauer über ihr gegenwärtigesGlück, frey von solchen Tyrannen, Bürger Athenszu seyn. An diesen abgelebten Königsgräueln, Men-schenopfern u. f. konnten sich die Leidenschaften wohl,gefällig (/ULi-' ystwoyy) läutern. Auch die hartenBegriffe vom Schicksal, das verhaßte Geschlechterunerbittlich bis zum letzten Umsturz verfolge, vonRachgotlinnen u. f. waren zur Zeit der blühendenBühne sehr gemildert; als entfernte Donner hörteman sie jetzt, feyerlich-tönend, aber unschädlich.>

Brachte