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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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die Flecken und Fehler darin entweder umgangen odergroß und mild ausgeleget. In Eucipides Jon,z. B. der vom Apollo begangne Jugendfehler. DerGott selbst schämt sich desselben; er getrauet sichnicht, in dem ihm eigensten Tempel zu erscheinen;aufs zarteste will er alles gut machen, und sendetdie strengste, jungfräuliche Göttin ihn mit den Sterb-lichen, die alle stark gegen ihn reden, anständig, undüber die Maaße wohlthätig auszusöhnen. Sein Tem-pel, seine Pychia, sein John, Alles erscheint in an-gemessener Wohlanständigkeit und Ordnung.

Träte uns nun ein Verpflanzet vor Augen, derdieses anständigen Gefühls ganz unkundig, uns denGott selbst vorschöbe, wie er mit der frechsten Stirnin einer Glorie hervorspringt:ms voici > 1'Au-

isur cls cst nkiarrrinrit ouvrags katnrä; rnoi,1 s Oisrr kUskus, Aranck Osnis! Osiris sxsirr-xlairs!" während daß Vater, Mutter, Sohn aufKnien vor ihm liegen, und ihre Beschimpfung an-dächtig anhören.König, rufen wir alle, das er-trägst Du? machst Dich nicht auf, und packst denUnverschämten, der dies Dir vorsagt, Dir eineFrucht, wer weiß wessen? aufhänscln will und deinWeib Dir als eine Entehrte verleidet? Mache Dichan die Bchorchcrin Pythia, die unächte Kinder hierim Tempel pfleget; reinige den Tempel." Vcy Eu-ripides, selbst bey Euripides, Alles wie anstän-diger, sittlicher, schonender, Alles wie anders! Pflan-zet ihr so die griechischen Götter zu uns herüber;ihre Tempel werden leer bleiben und den Namenerhalten, den sie verdienen.

3 . Die griechische Bühne , die wir kennen,feyerte Athen. Dort war sie entstanden, dort