Homer'und Ossi an.
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begriffen ist, den erwartet ein noch schrecklicherer Ort,das Leichenufer, der Nastrand; dagegen die Tu-pfern, die Würdigen, treue Gatten, redliche Freunde,in den Pallasten der Freude', des Friedens undder Freundschaft, in Wingolf und Glad-heim wohnen. Hast du bemerkt, Frey, woherdiese Nordländer an ein Fortleben nach demTode so fest glaubten? Weil sie tapfer und gesunddachten. Nur ein Feigherziger vergehet i,n Tode; erfühlet oder wünscht sich aufgelöset und vernichtet.Der gesunde Mensch lebt fort; das Nichtscyn istihm Nichts? es ist ihm nicht denkbar. Glaubst Dunicht, daß Erzählungen aus jenen Pallästen desFriedens und der Freundschaft rührend undgefällig sepn werden? Der Freundsch aftsb undbis auf den Tod war diesen Tapfer» der heiligsteAugenblick des Lebens; das Wiederstnden in Win-golf war ihnen also auch ein Lohn der Freundschaftnach dem Tode; ein süßer Lohn.
Noch muß ich Dich an jene grosse Esche erin-nern, deren Zweige sich über die Welt verbreiten,deren Gipfel über die Himmel hinausreicht. Siehat drey weit von einander entfernte Wurzeln, Keyden Göttern, bev den Riesen, unter der Hela. Ander mittleren Wurzel ist der Brunn der Klugheit,Mimers Brunn; an der himmlischen Wurzel istdie heilige Quelle, bey welcher die Götter Rath hal-ten und ihre Urtheile kund thun. Immerdar steigenaus dieser Quelle drey schöne Jungfrauen hervor,Urda, Verandi, Skulda, das Vergangene, dieGegenwart und die Zukunft. Sie sinds, die denRath der Götter, der Menschen Schicksal und Leben