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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Homer und Ossian.

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soll uns anwchen: denn Composition, Dich-tung ist hier allenthalben. Siehe die Edda an. Sieist blos eine Sammlung von Fabeln, wie HesiodsGenealogie der Götter, und eben wie diese eine sehrgemischte Sammlung. Indessen macht sie ein Gan-zes; sie hat Ein- und AuSgang, wie Hesiodusnicht hat Die leichtesten Scherzlieder in der zwey-ten Edda haben Ausammenordnung, Umriß, Hand-lung , Eurythmic von Anfänge bis zu Ende. Nurmüssen wir billig seyn und von keinem Stück for-dern, was der Zeit und dem Volk nach in ihm nichtliegen konnte. Durch eine völlige Verjüngungmuß für uns die Nachbildung hervorgehn, sie be-treffe Gegenstände der gegenwärtigen oder der künfti-gen Welt.

F. Also auch der künftigen Welt?

A. Auch dieser. Mich dünkt, daß die Bilder,die in dieser Mythologie über Hölle und Himmelgegeben werden, unserm nordischen Gefühl angemes-sener sind, als die morqenlandischen Bilder. Selaist eine unglückliche Tochter des Gottes der Verfüh-rung , Lock, mit einer Riesin gezeugt. Ihre Ge-schwister sind Ungeheuer, die der Schöpfung den Un-tergang drohen. Sela's Aufenthalt ist die geräu-mige Unterwelt; ihr Saal heißt Schmerz, ihrTisch Hunger; Saumniß heißt ihr Knecht,Langsamkeit ihre Magd; ihre Thür ist der Ab-grund, ihr Vorhof die Mattigkeit, ihr BetteKrankheit, ihr Gezelt der Fluch. Die Feigege-storbenen kommen zu ihr. Missethater, Treulose,Meineidige, Mörder, Verführer der Ehefrauen undwer sonst unter dem Namen der Nichtswürdigen