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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Homer und Ossian.

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lichkeiten zu finden? Weisheit des Mannes ist einfester Muth, ein gesunder Verstand, Gegenwart desGeistes und in Nvthfallen, wo Macht nicht helfenkann, Zauberey, die dem Feinde die Augen blendet.Durchgehe die Geschichten, und ich trotze Dir, daßDu irgendwo einen bicderern und scharfem Stahlder Seele findest, als bcy diesen Jünglingen undMännern. Freundschaft mit dem Freunde bis aufden Tod, Tapferkeit und ein guter Muth im Lebenund Sterben, Redlichkeit in Haltung seines Worts,Keuschheit, Hochachtung und zarte Gefälligkeit gegendie Frauen, ein hülfreich Gemüth gegen die Unter-drückten ; das waren Eigenschaften, die diesen Volks-stamm von allen Stämmen der Erde unterschieden.Wir Deutsche gehören zu ihm; soll die Tugend, dieaus unfern Vätern hervorglänzte, durchaus keineMacht mehr über uns haben? Man vermischt unsmit Galen; man fodert einen Ossian von uns.Nie gab es zwey verschiedenere Völkerstämme, alsdiese beyden; sie sind daher auch jederzeit gegen einan-der gewesen. Der Gale sang weiche, traurige Em-pfindungen; der Norrmann sang Thaten. Mögeer damit andern Völkern oft zur Last gefallen undKey dem Muth auf sein Schwert stolz gewesen seyn,unterdrückend war er nie. Die ältesten Nordländerwaren die Vefreyer der Welt, die von einer feigen,üppigen Knechtschaft unterjocht war. Das drückendeFeudalsystem der spätem Normannen war eine Ueber-einkunft aus Noch, geformt nach den Sitten derZeit und der Kirche. Und auch diesen Zeitraum hatsein Volk romantisch-glänzender geendigt, als dieses.Was sind die Helden vor Theben und Troja,gegen jene in der Normandie, in Sieilien,