4>6 Homer und Ossian.
tung des Worts Telyn, dos unsre Dichtet da,mols oft brauchten, fragte. „Das sind solche Wör-ter, sagte er, die neuerdings zur Zierde oder zurAusfüllung des Verses gebraucht werden, deren Be-deutung aber man eben so genau nicht wissen darf."— Ich fürchte, daß ohne einen erläuternden, äus-serst verdrießlichen Commentar bey den Lesern nordi-scher Gedichte dies lange der Fall seyn möchte. Diegriechische Mythologie lernt man als ein Alphabet inden Schulen; Dichter und Künstler erinnern unsunaufhörlich daran, und halten sie fest in unsermGedachtniß; wo aber lernen, wodurch verewigen wiruns diese Namen?
A. Hiezu wäre der Weg leicht. Ist dieseMythologie der Aufmerksamkeit Werth, so lerne mansie, wie die griechische; oder vielmehr, der Dichterführe sie verständlich, angenehm, und behutsam ein.Wenn man das Fach der nordischen Literatur auchblos als einen Theil der europäischen Völkesr-Geschichte, als einen Zweig des menschli-chen Wissens betrachtet, so sind die ungeheuren,gelehrten und großmüthigen Bemühungen, die eineReihe Beförderer dieses Studiums von Verelius,Magnaus und Torfäus an bis zu Thor ke-lin und Suhm darauf gewandt haben, doch wohlder Aufmerksamkeit werth. Und da wirklich schönepoetische Stücke in dieser Mythologie da sind, somuß, wer jene lesen will, diese kennen lernen. Inunfern Tagen giebt sich G r a t e r *) zu ihrer Be-kanntmachung
) Gra ch r' s nordische Blumen. Bragur u. f.