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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Homer und Ossian. 4 r d

Haltaus' oder Glafey durchzugehen, um dieWappensterde unsrer gerichtlich - und höfisch- gewor-denen Sprache stattlich zu erwägen?

F Verschone mich damit. Ich muß mich täg-lich in diesem Styl üben.

A. Nun vergleiche die schönen Stammworteunsrer mit der griechischen Sprache, und siehe,was aus bcyden geworden sey? Hast Du Schil-lers Gedicht: die Götter Griechenlandsgelesen?

F. Und auch Manches, was darüber gesagt

ist.

A. Man würde Manches nicht gesagt haben,wenn man das Wort Götter genommen hätte,wie es der Dichter nimmt; ihm sinds dichteri-sche, mythologische Götter, Personifi-kationen, Ideen, Ideale. Gehe dies Ge-dicht durch, und vergleiche die deutsche mit der grie-chischen Sprache. Aus unsrer schönen Morgen-röthe ist keine Aurora und Eos, aus unsermlieblichen Abendstern kein Hesperus, aus un-serm Wieder hall keine Echo, aus unsrer süß-tönenden Nachtigall keine P h il0 me l e wor-den. Die schönen Namen unsrer Baume undBlumen, unsrer Auen und Ströme, unserMond und unsre Sonne haben keine Mahrchenerzeugt, wie die Erzählungen der Griechen vonApollo und der Daphne, von Apoll und denHiacinthus, von einer Luna und Diana mitihren Nymphen und Dryaden. Unsre alteMutter Erde (Hertha) ist erstorben; die Elfen auf