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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Homer und Ossi an.

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Durch eben diese Gesänge strömt ein zarter«reicher Laut tief empfundener Rührung, der dieSeele zu herzlichen Gefühlen und Liebe stimmt.Auch vernimmt man wehmüthige Klage» und Jam-mcrlöne um verlorne Geliebten und Freunde: undsolche Sänger findet mau nicht blos unter Vorneh-men, sondern unter der niedrigsten Volksklasse. Darinübcrtreffen sie alle alten englischen und schottischen,bis jetzt bekannt gewordene, Lieder: so vielen undverdienten Beyfall diese auch Key wahren Kennerndes Gesanges gefunden haben. Ware die GallischeSprache bekannt genug, die Meisterstücke ihrer Ton-kunst würden allen Schaubühnen, wo Geschmack undAnmuth herrscht, zur Zierde und Bewunderung ge-reichen."

Ihre Luinneags, und der Einklang allerhineinsallcnden Stimmen, sind dem Ohr unaussprech-lich angenehm. Auch das Auge wird beschäftigt,wenn man sie im Kreise stehn und Hand und Tuchbewegen sicht. Sing- und Instrumental-Musik sindihre gesellschaftliche Unterhaltung. An Geschicklichkeitim Tanz übcrtreffen sie wahrscheinlich alle andre Völ-kerschaften."

Die gemeinen Leute sind wundernswürdig schnellin ihren Begriffen. Weiber werden so gute Weberals Männer. Sic lernen diese Kunst in wenig Mo-naten. Dabey singen sie herzhaft ihre Jorramsund Luinneags. Eine macht die Hauptstimme,die andern den Chor, der nach jedem Gesetz des Lie-des zwey - oder dreymal wiederholt wird. Der süßeLaut ihrer Lieder zieht gewöhnlich eine Menge Zu-hörer bcrbey, welche mit in den Chor fallen."