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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Stimme der Heldenzcit.sür die schwächere Nachwelt;dies ist der Standpunkt des Sängers, der zugleichden ganzen Charakter seiner Dichrungsart mit sichführet. Er ist die Stimme voriger Zeiten;aber eine traurige Stimme, mit keinem erweckendenAufruf für die Nachzeit begleitet.

In jedem Lande bildet sich der Volksgcsangnach Innern und äußern Veranlassungen der Nation;auf Einem Punkt derselben sieht er sodann stille undgewinnt Charakter. Bey den Griechen gab diesenCharakterpunkt der trojanische Krieg, und Ho-mer war der Sänger, der ihn feststellte; unter den Ga-len war es derAusgang des Heldensta m mes;und Ossian dessen trauriger Verkünder. Woher in al-ler Welt kam den Galen dieser jammernde Abschnittder Zeiten? und mit ihm für alle Nachzeit zwarein schmelzender, aber zugleich ein niederschlagenderTon der alten Sage? Veranlassete ihn eine fremdeUnterjochung? oder die cindringende Religion derCuldäer, der christlichen Mönche? Auf beydesspielen die Gedichte an; aber warum nur so dunkel ?haben die bisherigen Sammler etwa nur aus Höf-lichkeit die hurten Stellen und Töne verschwiegen,denen die Stimme der Galen den Untergang ihresalten Heldenruhms bcvmißt? oder war diese Stimmeso sanft, daß sic duldend gleichsam schwieg und viel-leicht schweigen mußte? Wie es sey; so sollte dar-über Auskunft gegeben werden: denn cs scheint un-möglich, daß ein Volk nur klage, ohne sich zu be-klagen, ohne die Ursache seines Verfalls anzuzei-gen und den Geist der Väter, wenn auch mit leerenVersuchen, zurückzuruscn und anzufeurcn. Hie-von nun zeigt sich in den Ossianischen Gesängen fast