Homer und Ossian.
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leichter und lebendiger mit. Dagegen aber bleibenvielleicht auch Empfindungen unerweckt, die nur dernordische Himmel, einsame Geselligkeit, Noth undGefahr ausbilden konnten. Die i ntensive Kr aitdes Gesanges, wiewohl in einem enge-ren Kreise ist Osstans; die extensive im wei-testen Felde der Mittheilung bleibt Ho-mers großer Vorzug.
Aus Homer entsprang also, was aus Ossian dieZeit nicht entwickeln konnte. Jener blühete mit ei-nem jungen Volk auf; und in jeden neuen Ruh-meskranz dieses Volks schlang sich sein Lorbeer. Direrste Kriegsunternehmung des gesammten Griechen-landes hatte er besungen; wenn späterhin Griechen-land gegen die Perser noch größere Unternehmungenausfochl: so konnten Aeschylus, Sophoklesu. f. mit Homers Gastmahle, nach neuerem Ge-schmack zubereitet, ihre Mitbürger bcwirthen. DieEhre des ganzen griechischen Stammes sproßte inseinen Gesängen; sie trug reiche Blüthen und Früch-te in jeder Art, mit jeder neuen Betriebsamkeit desVolkes: denn über ihnen schien ein heiterer Him-mel; um sie wehrten Jonische, Griechische, Jtglia-nische Lüfte.
4.
Und Ossian? Es ist ungerecht von einem Bau-me Früchte zu erwarten, die er, seiner Art nach,nicht bringen kann; Ossian sey an seinem Orte das,was Homer war; nur stand er auf einer ganz an-dern Stelle. Er, der letzte deS Heldcnstammcs sei-ner Väter, Zeuge der Thatcn des ruhmreichen Fin-galö und ihr Mithelfer, jetzt in seinem Alter die letzte