gklönen Zeit-cn.
in einze l n en F r a g m en k e n, als Lieder er,schienen*). In dieser Gestalt haben sie nicht nurdie trefflichste Rundung, eine überschaubare Kürze,sondern erregen auch das Gefühl der Vollendung,ohne welches ein musikalischer Gesang nieseyn sollte. Glücklicherweise haben die meisten undschönsten Stücke gallischer Poesie ihnen natürlicheUrform erhalten. Wenn Mac-Pherson andre zu-sammenschob und seinen Finggl, sein Temoraals Epopeen hinstellte **), so thut man wohl, wennman dem Inhalt seine achte Gestalt wiedergiebt,d. i. die Gesänge vereinzelt und auseinander-schiebet. Man gewahrt sich damit Ruhe des Ge-nusses dieser Empfindungen und Ansichten, indemman, etwa des Inhalts wegen, nicht Bücher hin-durch, gejagt wird. Diese Gattung Gesänge undScenen wollen Ruhe, wollen Erholung,
„Ofsians Gesänge, (man hat es oft wiederho-let,) geben dem Pinsel keine h o m erische Bilder."Wer hat dir gesagt, Pinsel, daß sie dir solche gebenwollten und müßten, daß der Dichter für Dich singe,oder vielmehr, daß das empfindende Herz für dichdichte? Sehr natürlich ists zwar, daß, wenn, werDich tragt, großmüthig-liebliche Abentheuer höret, erdas Tafelchen hervorzicht, Gestalten entwirft, undeine Bilder-Zliadc, einen homerischen Katechis-
*) Uebersetzt, Hamburg ,76^. Fragmente der altenHochschottlandischen Dichtkunst.
**) Uebersetzt, Hamburg 176h.. (Fingal, ein Hel-dengedicht) und sonst häufig.