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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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36c> Früchte aus den söge nanlit-ten Sprache blieben sie fremden Völkern indeß einvergrabener Schatz, ein Lüftchen, das in jenen ein-samen westlichen Gegenden, wie auf einer Gei-ster-Insel tönte. Erst mir dem Anfänge desverflossenen Jahrhunderts sing eine nähere Kunde je-ner Gegenden an, und das Jahrhundert verlief überdie -yalfte, che dietraurig-süße Harfe, di«Stimme vergangener Zeiten" Europa undder Wett ertönte. Unbefangene Gemüther haben siemit Verwunderung, mit Freude und Entzücken ge-hört; andre, mit Vorurtheilen ihrer Sprachen um-strickte , einem andern Geschmack ergebene fanden sie-leer und unermüdend; Voltaire verglich sie gar mitdem Jagdgebell auf jenen nackten Gebirgen. Wiedem auch sey, Mac-Phersons, des Sammlersund Ordners, Blairs, des trefflichen Eommcnta-tors, Smiths und aller ferneren Förderer der qa-lischcn Gesänge Verdienst dauret, und wird mit wach-sendem Ruhm dauren. Wer zur Bekanntmachungder Gedichte selbst in der Landessprache zu ihrer Er-läuterung aus solcher und der Landesmusik beptragt,den erwartet ein neuer Ruhm: denn eine Sprache,in welcher menschliche Empfindungen dieser Art er-klingen, sie muß nicht nussterben, kann und darfauch forthin als eine barbarische Sprache betrachtetwerden. Dem angefangenen Jahrhundert stehen die-se langst gehoffte Verdienste und Beschäftigungenbevor.

Die angenehmste Gestalt indeß, in der OssiansGedichte sich mir zeigten, war nicht die epische, son-dern die ursprüngliche, die simpelste und erste, da sie