goldnen Zeiten.
In unfern Epopeen, selbst wenn sie mit verrenktenGliedern ciuf ein unwürdiges, gar teuflisches Zielhinausgehn, wie wohl thun uns die in sie gestreutenedlen Stellen in Charakteren und Sentenzen lwie, wenn nun, sparsam mit diesen, das Ganzeselbst, thätig ausgesprochen, eine so erhebende Ge-stalt wäre, wie hoch stiege das Wort von ihr überTragödie und Lustspiel, beyde in sich vereinend! Dajede Rührung nur Mittel, nicht Zweck ist, sowollen wir in der Epopee nicht starker gerührt seyn,als sie uns durchs Ohr, nicht durchs Auge, geistigund herzlich rühren kann und soll; das Licht dage-gen, das sie umleuchtet, die Flamme, die sieentzündet, ist höherer als tragischer Art, himm-lisch-
Wenn in einer Colombona z. B. der An-fangs so glückliche Entdecker der neuen Welt, Heldeiner Epopee würde; großer Gegenstand! EineMoralisch-physische neue Welt liegt dem Dichter vorAugeN, die et iM Gegensatz des altern Hemispharsuns vorführte. Lange Jahrhunderte deckte der Schutz-geist jenes jüngeren Weltthcils ihn dem Auge seinerälteren Schwester; aber das Schicksal gebeut; dieZeit der Entdeckung rückt heran, übereilt durch dieHabsucht der Völker, unaufhaltbar. Umsonst wen-det der Schutzgeist jener Nationen jenseit des MeersAlles an, sie, bis die Kultur und Politik Europa's,das sie nach dem Schluß des Verhängnisses kultivi-ren soll, selbst reiner Und Menschlicher werde, dieEntdeckung zu verspäten; der von Kreuzzügen, Wis-senschaften, Lastern und Armuth aufgeregte Entdek-kungseiser zündet fort; er trifft in Kolom. Rast-loser Trieb beseelt den Mann, die Ostwelt zu ent-