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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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3 g 2 Früchte aus den fogenannt-

jencn ewig e n S ch lu m m e r (astsrnnm sopiorem)abhalten, sobald er über einer epischen Sage schwebet.

Kurz. An keiner Gattung der Dichtkunst wirdso ganz das Sterbliche und Unsterbliche eines mensch-lichen Heldengesanges kennbar, als an dieser. Wieviel Sagen und Erzählungen, die einst begierig ge-lesen wurden, und die uns gar nicht mehr interessi-ren! Selbst der einst beliebte Ton der Erzählung,die Wendung der Bilder und Gleichnisse, dieSprüche, am meisten aber die Neigung derMenschen an Dem oder Jenem Lust und Freude zufinden, wechseln mit den Zeiten. Der Geschmack anKreuz- und Ritterzügen, an blutigen Schlachten, anEroberungen und Sisgssesten ist verlebt; die präch-tigste oder genaueste Beschreibung dieser Herrlichkeit^lohnen wir dem Dichter gähnend. So wird die Nach-welt manches nicht kennen, was jetzt von der Kabalebeklatscht wird, was wir mit nachgesagter, nichtmit g e h l ter Bewunderung zum Himmel erheben.

Wie unter Sternen einst den jungen Scipiosein edler Ahn zur Erde niedcrschauen ließ, und ihmdas Aechte und Unachte menschlicher Bestrebungenund Würden im Traum zeigte, so hebt die Seelesich dahin, wenn sie im raschen oder trägen Stromder Zeiten die Reihe der Heldensagen und Heldenge-schichten durchgeht, die dann und dort Triumph hiel-ten. Wie viele sind in den Schlamm der Vergessen-heit völlig versunken! andre schwimmen zerstückt,krüppelhaft, unbeachtet. Was sich allein nn. Wertherbalt, ist, was in nern Werth hat, was Mensch-lichkeit fühlte, was über die Zeit erhoben, fürkünftige Zeiten hinaus, die Menschheit hob, ihrnutzte und frommte. Genien meines Geschlechts, Euc-