goldnen Zetten.
34.
Hochklang vielleicht alle Dichter Britanniens, Thom-son nicht ausgenommen, nachstehn. Die seinen Be-merkringen, die mehrere englische Blatter über diesSvlbenmaas machten,, feilcsn es sehr, ich zweifle,ob wir Deutsche, obgleich Kleist, Gleim, Klvp-stock, Lessing, Aacharia u. a, in ihm gearbei-tet haben, zu jeder Schönheit desselben gelangt seyn,ohne welche auch dies ein eintöniges Metrum bleibet.Mit Recht wandte sich Zacharia in seinem Cor-t e s zu ihm , da er sich Key der Uebersetzung Mil-tons mit seinen Hexametern an diesem Dichter schwerversündigt hatte. Da wir Deutsche so wenig lautund öffentlich lesen, so nickt und entschlaft über demPult uiisre dcamarisch-cpische Muse zu leicht, wo siedie Verse nicht heraüspoltertt
Die Stanze endlich, in der es den Epopeender Südvölker Europa's zu wohnen beliebt hat, istohne besondre Vorsicht dem Schlummer auch günstig.Einförmig, wie Jtaliänische oder Spanische Stanzeneinhergchn, sollen sie ohne besondre Aufmerksamkeitauf die Versart das Ohr im Inhalt selbst nur fort-lcitenmit jedem Fall und Schluß derselben genießetdas Ohr eine Befriedigung, die es weiter zu höreneinladet oder dem Schlafe zufördert. Das Rettungs-Mittel, das einige Deutsche Dichter dagegen in Ganggebracht, jede Stanze zu-verändern, und aus ihrmit neuer Anordnung der Zeilen einen eignen Blu-menstrauß zu flechten, erneuet zwar die Aufmerksam-keit im Einzelnen rückweife, indem es aber den gan-zen gleichfortschwebenden Flug des Gesanges störet,und in jeder Stanze festhalt, mithin den Zweck, wozudie gleichmaßig-wicderkommendc Stanze eigentlich er-funden ward, aufhebet, so kann es dennoch schwerlich