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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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3^o Früchte aus den sogenannt-

rer als das Thema selbst, nur daß sie nicht hie-her gehörten. Gefährlich ists, wenn der Dichter,selbst Langeweile fürchtend, zu fremden Dingen seineZuflucht nahm; er schien dadurch an der Hauptsacheselbst zu verzagen. Himmel und Erde, Götter undHeilige schützen uns sodann nicht vor der thdt.ndcnLangenweile; der Dichter gähnt; wer wollte nichtmitgahnen?

Drittens. Das einförmige Sylbcnmaas desEpos leistet hiezu gute Dienste; unübertrefflich ist derklappernde Hexameter im Vdühlwerk schlechter Dich-ter. Da dies Sylbenmaas nämlich zu seiner schö-nen Wirkung das reinste Ohr, die gehaltenste Auf-merksamkeit, die reichste Abwechselung fodert; so kanncs seinem Verweser, dem Amboß - und Polterhexa-meter, an seiner Wirkung, der widrigsten Schlaf-trunkenheit, nie fehlen. Aus Verdruß schliefen wirzuerst beym Mnhlengeklapper oder dem Amboß desGrobschmiedcs ein; bald wird es uns zur einschlä-fernden Gewohnheit. Oder wir fahren auf den Wel-len unserer Heyraths-Epopeen unter mancherlei) Stof-fen den Styx hinunter.

Nun giedt es zwar auch epische Jamben, undallerdings hindert der raschere Jamb den selig-ein-dringenden Schlaf, uns sobald zu übermeistcrn;gewiß aber gehört auch zu Ausbildung dieses Syl-benmaaßes in einem langen epischen Gedicht nichtweniger Geduld und Kunst, Ohr und Declamations-gabe als zum Hexameter. Mil ton arbeitete anseinem Gedicht sehr langsam, brachte Tagelangoft nur wenige Verse zuwege; dafür sind es aberauch Miltonsche Jamben, deren Wohl- und