goldnen Zeiten.
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sind; wem wiederfuhr es nicht zuweilen, daß er er-mattete, und den Dichter beyfeit legte. Geschah diesbey Epopcen unbekannten Inhalts, wie öftermöchte es bey denen der Fall seyn, deren Geschichte unsvon Jugend auf erzählt worden. Daher sanken B 0 d»>mers Patriarchaden sobald in Vergessenheit; ja vonKlopstocks Messias selbst, (ich wiederhole meinenZweifel) wie wenige haben vielleicht dessen letzten Ge-sang geendet! Woher diese Schlummerkörner imFüllhorn der Epischen Muse?
Offenbar erstlich, weil dies oft zu voll, weildas wesentliche Erforderniß der Epopee, die Größe-habende Handlung zu lang und breit war, alsdaß sie in Ohr und Auge als ein Ganzes be-halten werden konnte. Schon Aristoteles warnt vordieser Uebcrlange des epischen Gedichts; er will, daßes übersehbar bleibe und ungefähr nur auf dasZcitmaas berechnet werde, das die an Einem Lageaufgeführten Trauerspiele einnehmen dürften. Auchsichet man bey den Griechen selbst, daß, jemchr dieAufmerksamkeit der Hörer abnahm, Vas spatere Hel-dengedicht der Alexandriner sich der Kürze befliß, undden Knoten enger schürzte.
Dies mit Recht: denn wie ja das Epos nuraus der Erzählung entstanden war, und es desErzählers erster und letzter Wunsch ist, daß er mitwechselnder Aufmerksamkeit, mir steigendem Vergnü-gen gehört werde, wie deshalb die Rhapsoden disschon gebundenen Gesänge sonderten, und zu rechterZeit aufzuhören wußten, kurz, wie das längere Eposnur aus zu fam menge schob nen, oder an einan-der gereibeten Gesängen entstanden war; so bleibt esHerders W. Lit. u. Kunst. All. Y Ntwkke.