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Früchte aus den sogenannt-
Jst dem Volke so viel Kunstsinn als
Sinn für Wahrheit und Ehrbar-keit nöthig?
„Volksstimme, Gottesstimme" hieß es einst;und obwohl dies Lob über die Grenzen dessen, wor-über das Volk seine Stimme qeben kann, nicht aus-gedehnet werden darf, so zeiget es wenigstens, daßin Sachen, die das Volk belangen, seinem Wahr-heitsfinn Achtung gebühre. Die ersten Rcalkennt-nisse haben wir vom Volk erhalten, und es ist lustigzu denken, in welcher unwissenden Verlegenheit derPhilosoph s priori seyn würde, hatten durch einscherzhaftes allgemeines Einverständnis Weiber undder gemeine Mann ihm die gemeinsten Erfahrungen,ewige Geheimnisse der Natur, verschwiegen oder falscherzählet. Jetzt noch hangen wir in den wichtigstenDingen nicht etwa nur von Nachrichten, sondern auchvon Urthcilen, Gesinnungen, noch mehr aber von derganzen Denkart und Beschaffenheit des Volks ab.Wer es sich zum Feinde macht, wer es zu verfin-stern, zu verblenden, zu berücken gedenkt, der sehezu, daß Er nicht von ihm berückt und verfinstertwerde.
Mit menschlicher Theilnehmung, mit freundli-cher Barmherzigkeit handelten also die Weisesten undBesten jederzeit gegen das Volk; das rem populitraotas war ihnen etwas Großes; auch indem, wassie dem Volk gaben oder entzogen, dachten sie edel-müthig, redlich.
Ein