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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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S94 . Frücht? aus den sogenannt-

dcs gemeinschaftlichen Lebens. Keine Gesellschaft istvertraulicher, als wo man, nach dem bekannten Aus-druck, emander nichts übel nimmt; keine Tafel istfröhlicher, alS wo unbefangen der Scherz von Mundzu Mund, von Blick zu Blick hüpfet. Auch dasLachen ist und bleibt ein unentbehrlicher Genuß desLebens. Ohne seine Fehler möchte ich meinen Freundnicht; ich liehe ihn in seinen Fehlern, wenn ich diesenicht eben auch an ihm liebe. Die zarteste Sprachedeö Umganges ist Scherz; ich wüßte nicht, wie manJemand freundlicher behandeln könne, als wen» manin ihm mildem Geist spricht, der ihn be-lebet-.

A. Wie Sie den Scherz nehmen, so nimmtihn nicht Jeder,

B- Er lerne ihn also nehmen, oder er ist des,fen unwcrth. Wir sprachen vom Lustspiel. Diesmuß auch dem Scherz sein Maas, seine Grenzebestimmen, nicht etwa blos darin, wie es selbstScherze treibt, sondern am meisten dadurch, wiefernes uns über seine Vorstellungen Scherz erlaubet.Durch alle Grade sey die Komödie hierin Meisterin,vom Scherz zum Spott, vom freundlichsten Lachenbis zum verspottenden Gelachter. Wer hierin nichtWaage und Maas richtig anwendet, wird selbst einGaukler,

A, Deren es Manche mancher Art geben möch-te. Wir könnten Brands Narrenschiff aus die-sen Zünften trefflich ausrüsten,

B. Wohlan! die erste Zunft scyn die Markt-schreyer, die ^ er so n ali k ä ten aufführen oder spie-