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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

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len. Wer in einer Thorheit nur Eine Person er-fassen und festhaltcn kann, ist ein komischer Pfu-scher; wer einen vom Dichter all^mcingedachtmkomischen Charakter in die Nachäffung Einer Personz» zwingen vermag, ist Hanswurst, in welchenKleidern er seine Rolle spiele. Der Dichter stelltThorheiten dar; nicht Eines Menschen Thorheit;was kümmerte ihn dieser Eine? In Einem alleseine Brüder erkennen zu machen, dies ist sein Ehren-kranz; verhaßter ist ihm nichts als Deutung oderVerkleidung seines allgemeinen Charakters inDen und in Jene. Nennen Sie weiter!

A. Die zweyte Gaukeley möchte wohl die seyn,Stände aufs Theater zu bringen.

B. Warum nicht? Thorheiten aus und in al-len Standen. Stand ist etwas Allgemeines; kei-ner von uns in seinem Stande ist sein Stand.Jeder Stand hat Thorheiten und geliebte Fehler, derEine mehr, der Andre minder. Sind sie unverderb-lich , geben sic dem Scherz und der Freude Platz;warum dürften sie nicht auf dem Theater erscheinen?Muß es sich seit Meliere der Arzt, der bürger-liche Edelmann, der Tartu ff, der Greffiergefallen lassen, aufzutreten, warum nicht auch derRichter? der Theolog? der Recenscnt? der Dichter?Auf der Brittischen Bühne sind langst alle Stände. ^Eben daß alle erscheinen dürfen, mindert das Auf-fallende, daß Der und Jener erscheine? Und wasschadet es dem Stande, daß Der und Jener, derzu ihm gehört, diese, jene Lächerlichkeit an sich habe?Kann ich Quacker nicht herzlich lieben und ehren,