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Ä. Das Schicksal der Komödie aber?
B. Es stehet fest: „Thorheit werde als Thor-heit gezeiget; sie finde ihren Lohn als Thorheit. Nichtmehr und nicht minder." Sie denken doch nicht, daßb ey Fehler» der Menschen es einzig auf unser Lachenvon der Natur angelegt sey? Wir könnten nichtlachen, wenn diese Fehler als solche von uns nichterkannt würden. Die Ordnung der Naturlehrte sie uns kennen als Fehler, thöricht - unvcrdcrb-lich, und dabey possirlich. Hätte nicht die NaturauchMittel, sie mehr oder minder zurechtzu fügen? Da liegt das Schicksal der Komödie,die Fabel.
A. Und wie fügete die Natur sie zurecht?
B. Durch Folgen. Auch der unschädlichsteFehler — Einmal muß er vor dem Spiegel eigneroder fremder Vernunft erscheinen; Einmal muß dieThorheit sich an der Klugheit oder an den Thorheitcnandrer stoßen. Siehe, da die einfache und diezusammengesetzte komische Fabel. Dem Lichtder Vernunft allein dargestellk, wird die Fabel ein-fach; den Lhorheiten Andrer entgegengesetzt, giebtes eine Jntrigue, die, wohlgeleitet bis zur völligenEntwicklung oder Ahndung der Thorheit, ein lehrreichVergnügen gewähret. Alle Sprachen sind voll Sprüch-wörter darüber, daß jede Thorheit ans Lichtkomme und ihre Gegnerin finde, daß so-gar jeder Jrrthum sich selbst strafe. Aus