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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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gold neu Zeiten.

der Brust des Rechtschaffenen auch gegen diese hoheHand für ein Gegengewicht liege. Hebt es denRuchlosen empor und läßt ihm seine Tollheit gelin-gen; er zeige, wie wenig er dadurch glücklich ward,und welche Folgen diese Tollheit für ihn und andrehabe, Blute die Wunde, oder werde sie geheilt; nurder Lauf der Begebenheit gewinne einen Ruhepunktoder werde gerundet.

So dachten die griechischen Dichter. Oedipus,als Mörder seines Vaters enthüllt, der unschuldig-schuldige Oedipus steht da, blind, ein Verbannter.Ein Ruhepunkt in der schrecklichen Fabel seinesSchicksals. Iokaste ist todt, die Töchter begleitenden Verbanneten. Da erschien sein Schatte dem be-jahrten Sophokles und sprach:bring' mich zurRuhe! die Fabel meines Schicksals ist nicht beendet."Sophokles folgte der Stimme und schrieb den Ocdi-pus in Kolone. Auf seinem Geschlechts lag derFluch; er ward erfüllet. Antigone stieg lebendig insGrab, unglücklich aber schwesterlich-edel und der Ty-rann litt für seine Unthat. In fürchterlichem Zwcy-kampf kommen Oedipus Söhne, Eteokles und Poly-nikes um; der Tyrann leidet für seine Unthat gegendie Schwestern. Die grause Fabel ist geendet.

So Agamemnons Haus. Der König ist zu denSchatten hinunter; Klytemuestra mit blutiger Handist ihm gefolget; Orestes irrt, verfolgt von den Eu-meniden umher, Jphigcnia war geopfert.Sie seygerettet, sprach die Muse. Die Göttin habe sie nachTauris gesichert; als Priesterin daselbst rette sie demletzten Sproß der Attriden das Leben, und gründe