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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

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Worten verkündigt, sondern in dargestellter Handlungzeigt? Denn gewiß wird dieser Dichter den Fügun-gen der vbern und untern Haushaltung nachgespahet,die Knoten ihrer Verknüpfung sowohl als ihre Auflö-sung mit Aug' und Herz beachtet haben. Er führteuns damit ins Heiligthum der Vernunft und desVerstandes, die doch auf nichts, als auf den in-Nern Zusammenhang der Dinge hinausgehn.

Vor zwanzig Jahren schrieb Lessing ein Stück:Nathan der Weise, das man sogar ein drama-tisches Lehrgedicht über die Vorsehungnannte. Schümm für das Stück selbst als Drama,wenn es nur dieses wäre; es ist eine dramatischeSchi cksa ls fa be l, die zu dein edelsten Zwecke ge-webt ward; aus Charakteren gewebt ward, die ohnees selbst zu wissen, aufs verschiedenste, alle aberdurchflochten mit einander zu Einem heiligen reinenZweck wirken. Ein Tempelherr wird nach Palästinageworfen; er weiß selbst kaum wie? Gefangen undallein begnadigt; er weiß selbst nicht, warum? Esentdeckt sich, einer Aehnlichkeit wegen, die er miteinem Bruder des Sultans habe, sei) dieses geschehen;die Sache kommt Ihm und dem Sultan aus demGedächtnis;. Er rettet ein Judenmadchen aus demFeuer, und weiß nicht warum? kommt dadurch inBekanntschaft mit Nathan, den er kennen zu lernennie Lust hatte; mit der Geretteten selbst, deren gei-stige und körperliche Bildung ihn mit einer Art Liebeüberrascht. Der Jude zögert; der Patriarch, einKlosterbruder, der Sultan kommen ins Spiel; esentdeckt »ich endlich, daß Retha des TempelherrnSchwester, daß bcyde des Sultans Bruderkinder; dassHerders W. Lit. u. Kunst. All. R NEte.