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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
Entstehung
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Vaters aufs innigste bewegen, sein Daseyn konntesie auf immer erschüttern; nie aber ihn dahin brin-gen, daß er eine schauderhafte That zu rasch, un-besonnen vollführte. Im ehrsüchtig-rohen Macbethzündet ein Hexengruß auf der Heide den Zunder an,der nur diesen Funken nöthig hatte, damit sein Weibihn zur Flamme aufblase.

In allen andern Stücken Shakespear's erscheintdieselbe hoheVcrknüpfung der Begebenhei-ten, die über Menschen-Wahn hinausreicht, zu derMenschen aber nach ihren Gesinnungen und Mey-nungen, nach ihren Neigungen und LeidenschaftenMitwirken. Lear z. B., sobald er mit solchen Acus-scrungen sein Reich theilct, ist auch sein Schick-sal entschieden. Dem Romeo, sobald er aus derlodfeindlichen Familie die Julie stehet und liebet,hat"Eris den Apfel geworfen. Sobald Desdemonasich dem Neger Othello hingiebt, schwingt auch As-modi das Schnupftuch.

Fortsetzung.

Ist also das Schicksal des Theaters nichts alseine Verknüpfung der Begebenheiten, die mittelstmenschlicher Leidenschaften, Sitten und Mepnungenbewirkt werden; wer hatte etwas gegen dies unlaug-bare Verhangniß, dem wir alle dienen, zu dem wiralle Mitwirken? Wer vielmehr wünschte sich nichtGlück, einen Ausleger dieser Geheimnisse,einen Dichter zu finden, der die Verknüpfung desgeistigen und irdischen Reichs der Schöpfung, desAllgemeinen und des Besondern, nicht etwa nur in

Worten