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fert werden in einem fremden Lande. DasSchick-sal tritt in den Weg. Es rettet und treibtihn zurück, eine That zu vollführen, die in Polo-nius auf das Haupt eines Unschuldigen gefallen war.Diese unschuldige That muß er selbst erst mit demschmerzlichsten Dorn büßen: denn seine Ophelia istgestorben. Nachdem er unbewußt, wessen das Grabscy? ein Kollegium über die Schädel gehalten, fin-det er sich im Grabe über ihrem Sarge mit ihremBruder, seinem Freunde, in einem Wettstreit derLiebe, den die schlaue Anstalt des Bösewichts in ei-nen für Hamlet tödtlichen Wettkampf zu verwandelnweiß, da dann das Schicksal entscheidet.Es wechselt Gewehre und Becher; die Mutter selbsttrinkt das Gift, der Bvfewicht muß den Rest trin-ken. So ist von diesem Orestes der Mord desVaters rein und schuldlos gerächt; alle aber,Bösewicht, Weib und Sohn ziehet er mit hinunter.Das V e rhangni ß hat die Rache bewirkt, mit un-befleckten Händen dessen, dem sie aufgetragen war.Der Bösewicht selbst erfüllete das Maas seinerFrevel, nach seinem Charakter, und ward der Ra-che Werkzeug. Den guten Hamlet konnte, trotz allerWorschritte , selbst seines Vaters Geist aus seinemCharakter nicht treiben.
Hamlet war von Shakespear zuerst als ein kur-zer Entwurf geschrieben; langsam ward er nach undnach verlängert. Mit welcher Liebe der Dichter diesgethan Hab«, zeigt das Werk selbst; es enthalt" Er-innrungen über unser Leben, philosophisch - melancho-lische Jünglingsträume, wie sie (Stand und Situa-tion abgerechnet) beynahe Shakespear selbst ha-ben konnte. Jede stille Seele sieht gern in diesen