Früchte aus den sogenannt-
nimmer wieder erhielten? Alles» auch seine Ophe-lia sieht Hamlet jetzt wie aus einer Geister-welt an; verwirrt »nd trübe hangt die Zukunft, jadas Bild der ganzen Menschheit vor ihm. Dazukommt, daß er, anderswo studirend, in seinem ver-waiseten väterlichen Hause jetzt nur ein Gast ist.Man weiß, welchen Eindruck die akademische Begei-sterung für Metaphysik auf Jünglinge von HamletsCharakter macht. Die Königin meynt, er sey dortmelancholisch worden: „Zo not to WittsnkerA»closr kkarnlst." In dieser Stimmung gehört erjetzt allerdings mehr zum spekulirenden alszum raschthatigen Theil der Menschen. GlücklicheIdee, die dem Dichter von unseren Wittenberg,vom Hange der Deutschen zur Metaphysik anhing!Ihr haben wir die rührende Metaphysik, die seinganzes Stück durchlauft, auch den berühmten Mo-nolog : „Seyn oder nicht seyn! " zu danken. AusFrankreich brachte Hamlets Freund Laertes einen lu-stigern Charakter.
In dieser metaphysischen Stimmung also wirddem Nachdenkendcn die Erscheinung seines Vatersselbst zum Scrupel. „Konnte cs nicht auch einhöllischer Geist gewesen seyn, der dich, den Trübsin-nigen, zum Mörder des Gemahls deiner Muttermachen wolle? Gehe gewisser." Glücklicher Weisekommen ihm die Schauspieler in den Wurf; dasprüfende Stück wird gespielt; sorgsam nimmt Ham-let einen beobachtenden Freund zu Hülfe. Nichttrage Feigheit war es also, die die Rache verzöger-te, sondern wie Hamlet selbst oft sagt, Metaphy-sische und Gewissensscrupel. Diese will