Früchte aus den sogenannt-
da, lehrend, warnend, beruhigend, tröstend. In klein-sten und größten ihrer Unfälle das Maas des Mit-leids und der Furcht dem Gemüth zuzuwagen, undes daran zu gewöhnen, dazu trat Melpomene aufden Kothurn, unter Gesang, mit Thalen und Rede.Hat sie diese Waage verloren: so gestalte sie ihrenDolch, ihre Keule zur Spindel. Sie spinne Situa-tionen und Sentenzen.
Fortsetzung.
Wilhelm Shakespear.
Im Jahr 1064. ward Wilhelm Shake-spear geboren, ein Mann, der die griechische Spra-che nicht verstand, die Griechen wenig und die wenigenur in Uebccsetzungen kannte, aber selbst eines gutenSchicksals glücklicher Sohn war. Der gewesene Woll-händler ward Schauspieler und Schauspieldichter ineiner so viel umfassenden Act, daß, wenn man dieGriechen Dichter ihresHelden-Cyklus nennt,Diesen man „Dichter des Welt-Cyklus" nen-nen müßte. Was hielt Er vom tragischen Schicksal?
Shakespear schrieb ein Trauerspiel Ham-let. Hamlet ist sein Orestes. Ganz irrete manin dessen Charakter, wenn man ihn für einen Ham-mel (Imirilst), für ein Ding ansgabe , das mangewöhnlich einen guten Prinzen nennet; der zartge-haltenen, tiefgedachten Zeichnung Shakespeares wäredies gerade zuwider.
Die