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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten. ^9

und seinen sanfteren Töchtern. Der Faden der Ver-hängnisse ist genetisch gewebt, wie wir ihn nochallenthalben vor uns sehen, hier bedaurend, dort lob-jauchzend. Alle Gefahren Herkules, liegen sie nichtin seinem Charakter? Jeder Herkules hak seinenEuristheus, seine Juno, seine Omphale, Jole, De-janira. Und wie nah liegt sein, des Rückkehrenden,von der Göttin ihm gesandter, Wahnsinn, da erseine Kinder als fremde erwürgt, im HerkulesCharakter! Mit dem Namen der verhängendenGöttin ist ein Ehrennetz über ihn gebreitet. Soüber Ajax und aller Helden Charakter, die das Schick-sal verfolgte. Ein Mann, der gegen die Götter strei-ket, grenzt an Wahnsinn. Wenn nun UlyssesSchlauigkeit das, was ihm gebührte, vor den Augenihm wegstiehlt, was kann er werden, als was er imTrauerspiel wird, mit Allem, was daraus folgt?

So in hundert andern Mahrchen der Griechen,Hippokrates Ausspruch: >e«< «v-A^c>>-

n-iv« *) ist ihre Inschrift. Die Schick-

sale Jedes ihrer alten Helden sind eine Expositionseines Charakters. Dies zu bemerken gewahrtein lehrreiches Vergnügen; ein noch lehrreicheres daslangsame Zubereiten und Kommen desSchicksals in ihren Epopeen und Trauerspielen.Ein feines Ohr hat es belauschet. Wer für seineWelt der Schicksale sich Auge und Ohr öffnen will,lese sie; wie Altarbilder stehn hohe Unglückliche

) Alles Menschliche ist göttlich; alles Göttlichemenschlich.