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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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-- Früchte aus den sogen annt^-

allem, was aus ihnen folget, wollen wir Ihr diereine Entwicklung menschlicher Leidenschaften undGesinnungen, der Glücks- und Unglücksfalle, wie sieaus Jenen folgen, rauben, und ein falsches Wun-derbare, Poltergeister, die allenthalben die Naturstören, auf den Schauplatz führen; wo bliebe nocheine rein dargestellte, rein entwickelte Menschennaturund Wahrheit? Schenkt dem Roman, der Sage,dem Mahrchen Euren Wunderglauben, Ihr, die ibrder Dichtkunst bezauberte Waffen schmiedet; nur dieBühne verschont mit diesen Künsten. Auf Ihr wol-len wir, auch in ihrem Ideal, natürliche Wahrheitsehen; Lacsr est locus; msiits extra!

Nur also durch Mcnschen-Charaktere wirkte dasSchicksal, doch so, daß Jene unter der Gewalt Die-ses wirken. Wer ließ den Oedipus an diesem Ort,unter solchen Umstanden geboren werden? wer machtesogleich Key seiner Geburt ihn zum Oedipus, demFußdurchbohrlen? Auch ohne Ppthischen Orakclspruch,durch jede andre Veranlassung that es das Ver-häng n. Wer schlang, von Pelops herab, demStamm des Atreus die eherne Binde um seineStirn, die erst in der dritten Geschlechtsfolge, alsunter Dianens und Phöbus Gunst Lrest und Iphi-genie» das Haus entsühnt hatten, zu schmelzen an-sing? Der Stammescharakter, das Schicksal.Die Sagen hierüber legt das Trauerspiel aus; esführt die Charaktere auf seinen Grund zurück, undzeigt die Schickung ebenem Spiel dieser Charaktere,die immer leiser und leiser wirkend, den Stammes-oder Standes-Charakter endlich versöhnen. So imHause des.OLdipus zwischen seinen verfemten Söhnen