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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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schärfste geprüft werden? Lasset sie also, wie imAwcykampf, mit blanker Schneide einander begegnen;was der Zuschauer dadurch gewinnet, ist eins um sohellere Gesinnung, erfochten im Zweykampf unter derHand des Schicksals.

Aber Schicksal, und immer Schicksal! WirChristen und Weife, glauben kein Schicksal."

So nenne man's Schickung, Begegniß,Ereigniß, Verknüpfung der Begebenhei-ten und Umstände; unentweichlich stehen wirunter der Macht dieses Schicksals.

Freylich, wenn ein Dichter das Wort so miß-verstünde, daß die große Göttin ein Poltergeistwürde, der, für und wider nichts, die aufs besteangelegte Plane menschlicher Vernunft, aller Ver-nunft entgegen, absichtlos oder schadenfroh ohne alleSchuld der Menschen verwirrte; wenn er auf dasKunststück sonne, daß alles, was Menschen wohlge-sinnt und wohlbesonnen unternehmen, unglücklich,dagegen was die Götter leidenschaftlich und brutalwollen, abscheulich-glücklich ausfalle; dann haßten wirin diesem Dichter das dumme, stupide Schick-sal. Ein zweyter lahmte den Menschen den Arm,reichte ihnen ein Opium gegen alle vernünftige Uebcr-legung und Entschlüsse, ließ aber dafür das Schick-sal walten;geh nach Orient, rufen wir, du Opium-Kramer!" Ein Dritter gäbe sich alle Mühe, denKarren in den Koch zu schieben, damit ihn dasSchicksal ohne Hände herausziehe. Ein Vierter ließe,