goldnen Zeiten.
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weise Warnungen und Vorschriften in Behand-lung der Schicksalsfabeln, in Erregung undBändigung der Leidenschaften gegeben. Welche Cha-rakter z. B. er zu wählen? wie er ihnen ihr Ver-hängniß, uns unser Mitgefühl mit ihnen, unsreFurcht für uns selbst zuzumessen, zuzuwägen habe?ja wie es ohne dies Maas, ohne diese Waage keineTragödie gebe. Denn ein Gemetzel von Empsindun.gen, ein Gewirr blinder Schicksalsstreiche ist demersten Begriff des Trauerspiels entgegen. Ebendazu tritt sie ja auf, die Tragödie, daß sie mit grösisester Klarheit das über dem Helden schwebende Ver-hängniß darstelle, ihn bey jedem Schritt seines Be-nehmens mit Warnung, Bitte, Widerspruch, Furcht,Rath oder Tröstung begleite.
Daher auf Stellen, wo die Schickung zwey-schneidig vorliegt, und von jeder Seite Bemerkungverdient, der schnelle Wort- und Verswech-sel des griechischen Theaters. Uns scheinen sie affek-tirt, diese kurzen Sätze, theils weil die Uebersetzungselten sie so rein und treffend geben kann, wie sieder griechische Zamb, Schlag auf Schlag, sanft oderkühn, immer aber rasch treffend giebt, theils weilwir auf unsrer Bühne ein so strenges Aussichten desRechts und der Wahrheit, dessen was ge-schehen und nicht geschehen soll, nicht er-warten. Die Athener, an öffentliche Reden fürund wider, überhaupt an Staats- und Gerichts-kämpsi gewöhnt, liebten dergleichen leidenschaftlicheBernunftkämvfe. Und am rechten Platz, wer liebtesie nicht? Entspringt je ein reines Resultat, wo dieeinander gcgenübecstehcnde Meynungcn nicht auf-