222 Fr ü c h te aus d e n so gc n ann t-
ists rin so vollkommnes und wie mon sogt,unentbehrliches Werkzeug, ouf die Gcmü-thcr der Menschen zu wirken; so steht es nothwen-dig unter der prüfenden Waage des sorgsamsten Ur-lhcils.
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Aristoteles lebte in Zeiten, da das griechischeTheater nuSgebildet war; cs hat sich nachher zu kei-ner glanzendern Höhe gehoben. Auch war Er derMann, der die Regel eines Kunstwerks wohl abzu-ziehen wußte. Wie erklärt nun Ec die Tragödiestincr Nation? Bekanntermaaßen durch die „Nach-ahmung einer emsigbetriebenen, voll-ständigen, Größe- habenden Handlung,in einer a n m u t h i g - g e b i ld e t e n Rede,(deren jede Form für sich in abgeth eil-ten Schranken wirket,) und zwar nichtd u rc h V e rkün d i g u n g o d e r Erz äh l u n g, so n-dern durch Erbarmen und Furcht, dieLäuterung solcher Leidenschaften vol-lendend." Ohne die viele und weitläufige Com-mentare über diese Worte vermehren zu wollen, be-merken wir nur dies:
i. Handlung ist die Seele des Drama,nicht Charaktere, noch weniger Silken, Meynungen,Sentenzen. Vollständig, sagt Aristoteles, wer-de sie dargestellt, d. i. ihr Anfang, Mittelund Ende, eifrig, mit einer Art Schnelle werdesie betrieben; sie sey übcrschaulich Nichtalso übermäßig lang, nicht verwirrt durch fremdeZwischenfalle, (Episoden). Ueber alles dies hat Ari-stoteles in seiner Poetik bündig geredet.