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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldncn Zeiten.

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Theater mußte die bekannteste Geschichte eine reine,ganze, sich s e l b s t en t wi c ke l n d e Fabelwerden, oder sie blieb das Werk jenes Leyrers, der,wenn er nicht spielen konnte, pfeifend erzählte. Wirwagten es, die höchsten Wilder mit den kühnstenTvnfügungcn zu vereinigen, und klopften stark andie menschliche Brust."

Doch warum sollte der Grieche fortreden dür-fen ? Da jedem, der die Alten und Neuern ken-net, der Unterschied bepder Theater dunkler oderklarer vorliegt. Nicht nur Kaden sich das Dramaund Melodrama gänzlich gesondert; nicht nur ist derChoc verstummt; sondern, was daraus folgen muß-te, in so vielen Stücken auch die Melodie derHandlnn g. Das R icht m a a s und der Zweck,nach und zu welchen bey den Griechen die Begeben-heit dem Zuschauer theatralisch dargesiellt und ent-wickelt werden sollte, sie werden von den Neuernnicht anerkannt; in den meisten Stücken sind sie al-so vom Theater verschwunden.

Wer hat Recht? Die Griechen oder wir? CineFrage, die hier nur fragmentarisch erörtert werdensoll, fern von Parthcylichkcit und einer thörichtenAnbetung der Einen oder der Andern Seite.

Ist einmal das Theater zu unfern Zeiten einso viel besuchter Platz, zu dem man die Menge zu-sammenrufl, ihnen Geld und Zeit nimmt, und dar-auf Kosten wendet; ist das Drama unerkannterWeise das schwerste und mächtigste Poem, mithindas künstlichste Kunstwerk, dem so viele großeGeister sowohl zum Studium, als zur Darstellungund Ausführung ihre Kräfte, ihr Leben widmeten;