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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Und diesem hohen Tongefolge, was legten wirihm unter? Etwa nur Licbesüufzcr? Galanteric-phrasen? Tändclcy mit der Empfindung, der Spra-che, dem Gedanken? Neimipasse? Nichts weniger.Einen großen Kampf menschlicher Leidenschaften un-ter der höchsten N acht, demWillen desSchick-sals. Einen Knoten der Begebenheit, dernur durch Charaktere und Gesinnungen,durch Handlung aufgelost werden konnte.Der Gang der Föne war hierin unser lebendigesVorbild. Wie diese sich verschlingen, damit sie sichfroh entwickeln, indem kaum etwas ermüdender ist,als eine einförmige Musik, und nichts verwirrender,als eine verwirrte Tonkunst: so verschlang, so löselesich unser Drama, der Seele melodisch. AusDissonanzen stieg die höhere Eonsonanz mit jeder ge-schonten Annäherung feyerlich, schauderlich, langsam,prächtig hervor; und schloß mit einer Beruhigung,die nicht etwa dumpf sättigte, sondern einen Fort-klang dieser Töne zu hören einlui). Daher,daß wir unsre Fabelwclt so durstig erschöpften, jedegroße Begebenheit in ihre Folgen verfolgten, undnichts unvollendet ließen: denn eine unterbrochne,matt - geendete Musik ist ein plutonischcS Kunst-werk. "

Ihr fangt an und endet, wo cs euch beliebt;wir endeten, wo geendet werden mußte, und siengenvon neuem an. So ward jedes Stück dem innernHerzen Musik, ein Ganzes. Ihr schleppt eineMenge Trommeln, die weder Klang noch Ton ge-ben, unter die zartesten Instrumente, und nennetshi> torische Schauspiele; wir nicht also. Fabelwar bey uns Fabel, Geschichte Geschichte. Auf dem