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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Früchte aus den sogenannt-

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Das Drama.

Jahrhunderte vor der Geburt der Jtalianischenund Französischen / /er »ab es ein Volk, das demMelodrama eine hohe Gestalt gegeben hatte, dieGriechen. Ihr Heldenspiel (denn warum soll-ten wir» Trauerspiel nennen, da die griechische Tra-gödie nicht eben traurig ausgehen durfte?) ihr thea-tralisches Heldenspiel war ganz Melo-drama. Blos aus diesem Grundsatz laßt sich wiesein Ursprung, so seine Einrichtung und Wirkung er-klären,

Aus Freudengesangen und Freudentänzen anFesten des Bacchus genommen, blieb nämlich derEhor seine Grundstütze. Zwey, drey handelndePers nen traten dazwischen warum nicht mehr?In jeder Gesellschaft fühlen wir, daß zwey, dreyPersonen, gleichsam natürlich, in eine Consonan;oder gar in einen Accord treten, mit allen Varia-tionen, die jede Umsetzung des Gespräches giebt.Mehrere werden nur Nebentöne, gar Dissonanzen;ein wildes Gewirr von Stimmen endlich, stört undermüdet, So be» dem griechischen Drama. Einhoher Einklang herrscht durch alle Gange derBegebenheit oder Leidenschaft über dem Grundtondes Chors in wenigen, aber trefflich zusammengestell-tcn Charakteren. Wohl der Seele, die dies gei-stig e Melodrama empfindet.