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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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216 Früchte aus den sogenannt?

Wie, o Armer! werd' ich aussehn?

Welchen Schutzzoll werd' ich anflehn?

Kaum der Fromme wird bestehn,

Khnig, Schreckensvoll an Hoheit!

Quell der Gnaden! der Erbarmung!

Rette mich aus sreyer Huld. u> s. *)

Aber auch die Kirchenmusik ungerechnet, erhebtsich jede wahre Musik ins Reich der Unsichtbaren,der Seelen. Der neuere böse Geschmack, eine Ro-manze hindurch zu trommeln, und in ihr Alles zuschildern, zu kochen, zu mahlen, ist eben so niedrigals widrig; crröthe jeder Künstler, der so wortspic?lerisch seine Kunst verschwendet. Tonkünstler, diedergleichen komponiren, verführen die Dichter, wiedie Dichter sie verführten.

Welch ein andrer Geist war Gluck! selbstwenn er für die Oper komponirte, also das Sicht-bare, das Spiel, und zwar selbst in Frankreich,wo auf Spiel zuletzt doch Alles ankam, begleitenmußte. Hört seine Zphiqenia in Tauris, aucheine heilige Musik! Vom ersten Gewitter derOuvertüre an bis zum letzten Hall des Chores:nachGriechenland!" ächzet und lahmt keine Note schil-dernd. Zn den Gesängen, die Gluck aus

*) Der alle Gesang : äies Irse, äiev IUa ist auchins protestantische Kirchenlied: Es ist gewiß-lich an der Zeit, von Erasmus Albe-rus eingekleidet. Auch dessen Melodie ist derTon der Trommele.