goldnen Zeiten.
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netten, Madrigalen, Kling - und Singgedichten zueiner Form Hinanstieg, die der > anzen Brust vollEmpfindungen in Tönen freyen Lauf geben möchte;ward — der. Italienische Canzone. Dank demProvenzalen, der ihn in Gang brachte! DerPhantasie sowohl als der Empfindung hat erSchwingen und Fittige gegeben; Fittige, auf wel-chen Dante sich seiner Beatrice, Petrarca seinerLaura nach in den Himmel schwangen, auch hienie-dcn auf der Erde jede Entfernung gleichsam vernich-tend, und der Seele wie dem Herzen den sreyestenRaum gewahrend. Spanische Eanzonen - Dichtersind den Jtaliancrn schnell nachgefolget, und über-trafcn sie zuweilen in schönen Schwarmereyen derFreude und Liebe, oder der Schwermuth und ah-nenden Hoffnung. Kürze und Lange der Zeilen wech-seln in dieser lyrischen Verkettung so angenehm ab,daß man sich Gesetzlos glaubt, indem man aufsstrengste dem Gesetz folget.
Auch die brittischen Monodieen oder soge-nannt- Pindarische Oden gehören zu dieserGattung, obwohl fester gebaut, oft mit Beywörternund Bildern überladen. Alle sollten durchausmusikalisch seyn, d. i. ohne bestimmte MelodieEiner Strophe, (die auf die andern nicht passe»würde) sollten sic wie Phantafieen in Tönen durchgc-führt werden können, wie wenn der TonkünstlerDichter, der Dichter Musikus wäre. Wie Davidoder Ossian an der Harfe, Alcaus an seinem golde-nen Plektrum, begeistert von der Muse selbst, inKlang und Gesang süße Tone verbanden, so nahetsich vor allen Gattungen der Poesie die lyrische Gat-tung der Eingebung oder Eingeistung am