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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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S"4 Früchte aus den sogenannt-

nächsten, indem sie eigne Gefühle singt, wie derMoment sie giebt, und gleichsam Schranken-los den Geist erheben. Jede wahre Ode sollte einsolcher Flug der Phantasie und Empfindung sepn, diebald wie ein Adler aufstrcbt und schwebet, oder nicder-fahrt und ergreift; bald wie eine Taube girrt, und wiedie Nachtigall schmettert. Am zarten F a d e n derEmpfindungen, oder im rastlosen Gange der Ge-danken und Gefühle hangt der Zauber der lyri-schen Poesie, den in allen seinen Wendungen dieMusik mit allen ihren Modulationen begleitet.

Ueber eine Ode solcher Art, AlexandersFest, breitete sich Handels Geist aus; andre,von andern Dichtern, Pope, Eongreve, Gray,Smart u. f. sind ihr gcsolget. Eine eigne Göt-tin, die heilige Cacilia, hat sie ans Licht geför-dert.

Wer ist diese heilige Cacilia, in Bildernund Tönen gleich berühmt? Wie kommt sie alSSchutzgöttin der Musik zum Fest des Gesanges undder Tonkunst? Lasset uns ihre Legende, auch mu-sikalisch, hören!

Wo glanzt die Lilie,

Die nie verwelket?

Wo blüht die himmlischeRos' ohne Dornen?

Im Kranze blühen sie