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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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gokdnen Zeiten.

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mantin oder einem Pygmalion zu, da dir die Tönenachlauftn?"Weil ich nicht fingen, sondern nurdeclamiren kann," antworten sie; und die Kunst ant-wortet:So declamire entweder ohne zwischen-ein-fallende Töne; sie stören mich, indem ich wahrendihrer entweder dein Spiel oder die Töne verges-sen muß, und Eins mich vom andern wegruft. Oder,wenn du dich getrauest, so agire bey sortgehendcrMusik, die deine Empfindungen ausdriickt, ohneWorte, d. i. sey Pantomim. Jetzt bist du denfliegenden Fischen gleich, die in Heyden Elementenihre Feinde finden; deine Action wird zerstnckt, unddie Musik, ihr vor - oder nachtrillernd, bleibt kraft-los." Diese Gattung*) ist also ein Mi sch spiel,das sich nicht mischt, ein Tanz, dem die MusikHintennach, eine Rede, der die Töne spähend aus dieFerse treten. Das Oratorium ist eine reineKunstgattung, vom Ton - und Geberdenstreit sowohl,als von der Oper gesondert. Sein Borbild ist derreine griechische Chor, oder der Psalm undHymnus. Ein viel in sich fassendes Vorbild. Hochwie der Himmel der Phantasie, tief und breit undwellenreich wie das Meer der Empfindung, zugleichauch ein Land voll Thaler und Höhen, voll Mondes-berge und Mondssgrüfte, ist sie. Die lyrischeCompvsition begreift Alles in sich, was Gesangund Töne ausdrücken können, ohne Geb er düng.

Durch diese Trennung von der Geberde wirdihr ein fceyes Reich geöffnet: denn so vielausdrückenddie theatralische Declamation seyn mag, so weiß man

*) Gemeiniglich wird sie Monodrama genannt.