goldncn Zeiten.
Seit e7öl. war Handel blind, und blieb esnach schmerzlichen Operationen; 1769. starb er, achtLage nach der .Ausführung seines letzten Oratoriums,be» welchem er noch gegenwärtig war. In der West-minster-Abtey ward er begraben, wo ihm aus seinVerlangen und auf seine selb steig ne Kostenein Denkmabl errichtet wurde. Die großmüthige Na-tion, die den Fremden so hold ist, vergaß auch hierKey einem Manne, der fünfzig Jahre in ihr gelebt,für sie gearbeitet, und ihrer Tonkunst unlaugbarden ihr angemessensten Schwung gegeben hatte, sievergaß auch aus Handels Grabe des Deutschen(OermLN'H nicht. In Schlafrock und Pan-toffeln sitzt er nachlässig da, die Lyra in seinerHand, unter ihm die Flöte; glücklicherweise Sha-ck espear gegenüber.
Handels Charakter war in Tugenden und Feh-lern Charakter der T 0 nkünstler. „Besaß er Stolz,sagt sein Brittischer Biograph *), so war sein Stolzeinförmig; er war nicht heute ein Tyrann, und mor-gen ein Sclave, nicht hier ein Tadler, und dort einSchmeichler. Seine Unabhängigkeit behauptete erin Umstanden, in welchen andre sich eine Ehre dar-aus würden gemacht haben, unterlhanig zu seyn. Ecwar freygebig, selbst in seiner Armuth; als er reichward, bedachte er seine alten Freunde. Schon alsein Knabe schickte Ec seiner Mutter Geld zu, da siesich verbunden achtete, ihn zu unterstützen; an dieWittwe seines alten Lehrmeisters Zach au, als erhörte, daß sie Mangel litt, sandte er mehr als Ein-
*) Owntleman's lVlZ^se,. 1760. April, May.
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