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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnenAeiten.

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io.

Händel.

Das Oratorium und die Cantate.

Georg Friedrich Händel war ein Deut-scher , 1684, zu Holle geboren. In seiner zartestenKindheit meldeten sich schon seine großen Anlagen zurTonkunst, die nach geringer Unterweisung auf Cla-vier und Orgel sich dergestalt auszeichneten, daß ecin Weißensels, wohin bald sein Vater ging, sodannin Halle, Hamburg, Berlin, bemerkt, und als Kindschon bewundert wurde. Er bildete sich unter Z a-chau, Buononcini, Agnello. Kaum fünfzehnJahre alt ward er in Hamburg Director des Or-chesters der Oper, und componirte eine Almeria, eineFlorinde, ging nach Italien, wo in Florenz, Vene-dig, Rom, Neapel Stücke von ihm mit Vepfall ge-geben wurden, und die berühmte Sängerin Victoriasich in ihn verliebte. Er kam zurück, trat zu Han-nover in Kurfürstliche Dienste, ging über Düsseldorf,Holland, nach England, wo er im glänzendsten Zeit-raum der Königin Anna mit einer Bewunderung em-pfangen ward, die ihn stolz, und wie die Brittensagen, oft hart und eigensinnig machte. Er hattedas Glück für den Utrechter Frieden das Vs Osuirrzu componicen, gewann die Gunst des Adels, baldauch des Königes, schrieb prächtige Opern, und warHerders W. Lir.u. Kunst. XII» 9 s IVücKre.