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>90 Früchte aus den sogenannt»
siflirt — verfolgt diese Völker in ihre Denk- undLebensweisen; ihr werdet Abdruck und Inhaltihrer Tonarten darin finden. Wem ist nicht be-kannt, wie viel der Stifter einer fleißigen, sanften,klugen und bestrebsamen Gemeine in diesem Jahr-hundert schon durch Gesänge und Gesang wei-sen auf sie wirkte? Wer weiß nicht, wie mächtigim Kriege oft ein Marsch, ein Gesang war?
Gleichgültig kann es also nicht seyn, wenn Ge-dankenleere, schmachtend-üppige Operngesänge odercomponirte Trivialitäten der gemeinsten Art jedenandern Gesang verdrängen. Als Vergnügen selbstwerden sie bald ein fades Vergnügen, da sie amEnde kein Wort zulaffen, als: „der große Ton-künstler!" Oder ,.herrliche Stimme! und vor-trefflich accompagnirt!" Dergleichen Lobeserhe-bungen machen Kopf und Herz zum hohlen Reso-nanzboden, so wie Inhalt und Instrumente das Le-ben zum Fiddelbogcn und zur Fiddcl machten. Manstreichet und streichet.— Da Lajoo! Hmcora! Elen-der Zweck der zwecklosesten Wirkung! Haben imReiche Plutvns die Danaiden eine traurigere Ue-bung?
„Der Künstler (sagt Petron, wenn wir ihnferner anweuden dürfen*) hat hiebey die geringste
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