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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

sam den ganzen geistigen und körperlichen Aus?druck. In ihm genießen wir eine Art Fülle,Vollendung.

Die Erste der neueren Sprachen, die sich zudiesem musikalischen iAusdruck emporschwang, wardie Italiamsche; lange vorher, ehe Opern da waren,war in ihr der Geist der Oper. Dante, Pe-trarca, Ariosto, Tasso, Guarini sangen,indem sie schrieben; wer sie liefet, singt mit selbst-erfundner Melodie, so eintönig diese auch seyn mö-ge, ihre Modulationen nach. Aus dem Madrigal,dem Liede, der Stanze, entstand die ItaliamscheOper.

Natürlich hielt sie sich an die Gegenstände, diezur Musik die fähigsten waren, an Scenen derLiebe und Freude. Daher die Verzierun-gen, die man der Oper sogleich in ihrer Geburtbeyfügte; Scenen der schönen, wohl auch romantisch-wilden , Natur, Ehöre, Tanze. Für alle Sinnewollte man ein Arkadien schaffen; in gemeinschaftli-cher Freude sollte Auge und Ohr daran Theil neh-men. ^

Genuß mit andern erhebt und begeistert; daherdie Ehöre. Auf dem Gipfel der Begeisterung istMan trunken, daher die Tanze. Das entzückteAuge will das Schönste jeder Art seben; daher dieDekorationen in Kleidungen, im Theater. Da-her die Hirten-, Götter-, Wunder- undFeen welk! die der Oper einheimisch wurden.

Unnöthiger Weise har man sich über dies Wun-derbare der Oper gequält, wie Menschen an