172 Früchte aus den sogenannt-schöner Kunst machte; jede auf ihre Weise *).Wie viel die Griechen auf Tanze gehalten, ist be-kannt; wie weit sie es darinn gebracht, was sie inihm auszudrücken vermocht haben, darüber mögeuns Athenaus, Lucian und so manches begei-sterte Gedicht der Anthologie belehren.
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Nicht Alles aber kann der Tanz, nicht Allesdie stumme Geberde, auch von Musik begleitet,ausdrücken; Musik mit Sprache in Ver-bindung gebracht und dann von Gebcr-den unterstützt, öffnet ein neues Feld derDichtkunst. Kann der Tanz dahin eingeführt wer-den; wohl! Dann aber wirke Ec durch sich, oderangeführt von singenden Chören; Gesang und Tanzin Einer Person hindern einander.
So verschieden die Werkzeuge der Sprache unddes Gesanges sind, so nachbarlich sind sie einander.Wer liefet ein lautgeschriebenes Blatt, ein hochaccen-tuirtes Recitativ, ohne daß crs selbst laut oder inder Seele recitire, wohl gar mit Geberden be-gleite? Sobald Modul ati o n die Sprache überein gemeines Gezisch emporhebt, giebt sie ihr glcich-
*) S. Cahusacs Geschichte der Tanzkunst in derSammlung vermischter Schriften(Berlin, bey Nikolai) übersetzt; in der sich auchLucians Schrift vom Tanz, Bossius vomRhythmus u. s. finden.