iZ! Früchte aus den sogenannt.
Reich der Geistigkeiten,, im Saal kalter Marmor-bilder oder gar in der Werkstatte eines schwerarbei-kenden Künstlers. Was dieser bedurfte, bedarf janicht der schaffende Geist der göttlichen stiebe. Erstricht, so gcschichts: ec gebeut und die Bildung st»hct der Seele da.
3. Vornahmlich ist dies bey lyrischen Ge-dichten der Fall, wo auf dem Hauch der Em-pfindung die Bilder wie Geister vocüberschweben.Wer ffc hier mit drückendem Bley belastet, hat siegetödtet, Leset Pindar, höret die Chöre der Grie-chen. Oie Bilder, die Allegorieen und Personifika-tionen in ihnen, lassen sie sich zeichnen, meißeln,mahlen ? Und warum müßten sie gemeißelt und ge-mahlt wirden? Stellet die Rede, der Klang undTon der Empfindung sie der Seele nicht unendlichgeistiger uad inniger dar, als es der zeichnende Künst-ler thun könnte? Also bleibet dieser in seiner Werk-statt ; aus ihr und den Bedürfnissen seiner Kunstschreibe er der Dichtkunst keine Gesetze vor, derensic nicht bedarf, die sie vielmehr lähmen oder gartobten.
4 . Dies um so mehr, da die Kunst selbst ih-re bildliche Begriffe der Poesie alleinzu danken hat und ohne sie ganz Unver-stand lic h spr a ch e. Ehe Phidias bildete, stell-te Homer seinen Zevs der Seele erhabner dar, alsPhidias selbst ihn bilden konnte. Hätte Jener nichtgesungen, wären seine Gedichte nicht in der Schau-enden Geist gewesen ;-wcr hätte die Riesengestalt desKünstlers erkannt, geschweige verehret?