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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

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Der und Die brachte er sie unter Gattungen undGeschlechter; einige blieben durch ein geheimnisvollesDas (das Verhängnis, das Glück, das Schick-sal) als Neutra dasiehcn; verhüllet gleichsam, ohneGeschlecht. Dem Weisen und Dichter blieb cs über-lassen, wohin er sie zahle. t

Die Engländer rühmen ihre Sprache, daß sievermittelst ikre Hermaphroditen - Artikels tiis /dasWeib in den Mann, den Mann in das Weib/ein-kleiden könne; wir beneiden ihr diesen ZauberstabNicht. Einst nannte auch unsre Sprache alles de(de Sonne, de Mond;) wir danken cs der Muse,daß sie die Geschlechter schied und ein höheres Dasgeschlechtlos ins Hciligthum stellte. Jedes Bild kün-digt hicmit durch den Artikel sein Geschlecht selbstan; seine Vorstellung gewinnt durch diese bestimmteForm Klarheit.

2 . Sofort ergiebt sich aus diesem Ursprüngeder Sprachallegorie das Gesetz aller Allezoriecn derDichtkunst und Rede; nämlich: leicht müssensie schweben: denn sie sind ätherischerArt. Geschöpfe der Phantasie und des personifici-rcndcn Verstandes, aus einem Hauch der Sprachegenommen, in einem Hauch gebildet, müssen sie derEinbildungskraft leicht vortreten, sich lieblich anmel-den und das, was sie seyn wollen, durch sich selbstbewahren. Erliegen sie unter der Last fremder,drückender Attribute; waren diese auch Attribute derKunst; wir kommen durch sic ganz um den süßenWahn des geistigen Daseyns jener Verstan-desgeschöpfe. Erinnert durch diese Schwerfälligkeitengreifen wir nach ihnen und finden uns, statt im